Team NetApp mit Dreifach-Pech im „Wald von Arenberg“

Die diesjährige Ausgabe von Paris – Roubaix wurde von Flandern-Sieger Tom Boonen (OPQ) nach einer 60 Kilometer Solofahrt dominiert. Im Sprint der Verfolgergruppe sicherten sich Sébastien Turgot (EUC) und Alessandro Ballan (BMC) die Ränge zwei und drei.
Für das Team NetApp hat sich die zweite Teilnahme an der „Königin der Klassiker“ zu einem Wechselbad der Gefühle entwickelt. Zunächst konnte sich Grischa Janorschke in einer 12-Mann starken Spitzengruppe etablieren und für über 100km das Rennen mit anführen. Im berüchtigten Wald von Arenberg stürzte der NetApp-Fahrer schwer und musste das Rennen verletzt aufgeben.
„Wir wollten uns heute wieder in der Gruppe des Tages zeigen. Diesen Plan hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt. Die Fahrer haben auf den ersten 60 Kilometer hart gekämpft und schließlich konnte sich Grischa Janorschke der entscheidenden Gruppe anschließen. Im Arenberg hat es Grischa dann das Vorderrad verrissen und er ist heftig gestürzt“, so Enrico Poitschke, Sport Direktor des Team NetApp.
Laut erster Diagnose aus dem Krankenhaus, hatte Grischa großes Glück. Er erlitt keine Fraktur sondern eine starke Prellung am Ellenbogen. Weitere Untersuchungen in den nächsten Tagen werden genaueres ergeben. Sein Schlüsselbeinbruch von vor sechs Wochen war gerade verheilt.
„Bis 80km vor dem Ziel waren wir sehr optimistisch und sehr zufrieden mit dem Rennverlauf. Aber der Wald von Arenberg hat uns heute den Zahn gezogen. Alle unsere Fahrer waren von Defekten betroffen. Letztendlich hatten wir nur noch Blaz Jarc und Andreas Schillinger in der ersten Verfolgergruppe“, so Poitschke weiter.
Blaz Jarc erreichte bei seiner ersten Teilnahme als bester NetApp-Fahrer einen respektablen 70. Platz, gefolgt von seinem Team-Kollegen Andreas Schillinger auf Rang 71.





